Geschrieben am 11. Februar 2010 von Markus in Allgemein
analytica 2010, Anschlussfinanzierung, BioM Biotech Cluster Development, BioM WB, Biotech, Biotech-Produkte, Biotechnologie, Elevator Pitch, Finance day, Financiers, Finanzierungstrends, Finanzkrise, Frühphasenfinanzierung, Global Liefe Siences Ventures, Going Public Media, Haralabos Zorbas, High-Tech Gründerfond, Holme Roberts & Owen Germany, Horst Domdey, Informationsveranstaltung, Investoren, Jörg Ritter, Kapitalgeber, Kapitalmarkt, Life Sience, Manfred Kircher, Marco Winzer, Markttrends, Markus Hofelich, Max Planck Innovation, Max-Planck-Gesellschaft, MENA-Raum, MIG Verwaltungs AG, Peter Terhart, Start-ips, TVM Capital, Venture Capital, Weiße Biotechnologie, Wirtschaftskrise
Die analytica 2010 bringt beim zweiten Finance Day am Freitag, den 26. März 2010, erneut junge und erfahrene Life Science-Unternehmer sowie Kapitalgeber an einen Tisch. Das Programm der von der GoingPublic Media AG organisierten Informationsveranstaltung findet im Forum Biotech in Halle A3 statt und umfasst Diskussionsrunden und Vorträge zu aktuellen Finanzierungstrends rund um die Biotechnologie. Neu ist der „Elevator Pitch“ mit Kurzpräsentationen von Start-ups vor Kapitalgebern.
Die Suche nach Kapital ist für Life Science-Unternehmen weiterhin eine der größten Herausforderungen. Die Finanzkrise und die damit verbundene Zurückhaltung auf Seiten der Investoren haben diese Situation noch verschärft. Gleichzeitig fehlt vielen bereits etablierten Unternehmen eine Anschlussfinanzierung. Genau hier setzt der Finance Day an, der – nach erfolgreicher Premiere 2008 – erneut am letzten Tag der analytica stattfindet. Markus Hofelich, Redaktionsleiter der Sonderausgabe Biotechnologie des GoingPublic Magazins bei der GoingPublic Media AG und Organisator des Finance Day: „Wer die Vorgehensweise aktueller Financiers besser verstehen und direkt mit ihnen ins Gespräch kommen will, für den ist der Finance Day im Rahmen der analytica die richtige Plattform. Einen ganzen Tag stellen wir Unternehmern und Start-Ups Finanzierungsmodelle vor und geben praktische Tipps für die richtige Ansprache von Kapitalgebern. Auch aktuelle Markttrends werden dabei beleuchtet.“
Für jeden etwas: Frühphasenfinanzierung, islamische Investoren, Elevator Pitch
Das Programm des Finance Day 2010 orientiert sich an der durchweg positiven Resonanz auf die Erstveranstaltung 2008, die mehr als 450 Teilnehmer zählte und damit die Erwartungen der Veranstalter übertraf: „100 Prozent der Besucher bewerteten den Finance Day mit ausgezeichnet bis gut – 57 Prozent mit ausgezeichnet, 43 Prozent mit gut –, ergab eine Besucherbefragung durch das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der Messe München. Auch die Vorträge und Diskussionsrunden 2010 setzen auf Aktualität und engen Praxisbezug. So beschäftigt sich Dr. Peter Terhart, Vorstandsvorsitzender des BVK, S-REFIT AG, zum Beispiel mit den Chancen und Herausforderungen der Frühphasenfinanzierung von Life Science-Start-ups. Der High-Tech-Gründerfond, vertreten durch den Investment Director und Prokurist, Marco Winzer, diskutiert u.a. mit Prof. Horst Domdey, Geschäftsführer der BioM Biotech Cluster Development GmbH, über die Frage, wie sich Wirtschaftskrise und Modelle der Frühphasenfinanzierung vertragen.
Rund um das Thema „Venture Capital“ dreht sich eine Diskussionsrunde mit Vertretern der namhaften Beteiligungsgesellschaften TVM Capital, MIG Verwaltungs AG und Global Life Sciences Ventures sowie Max Planck Innovation, der Technologietransfer-Stelle der Max-Planck-Gesellschaft.
Auch thematische Schwerpunkte setzt der diesjährige Finance Day. In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Weiße Biotechnologie“ beispielsweise beschäftigen sich der Vorsitzende des Cluster industrielle Biotechnologie, CLIB, Dr. Manfred Kircher, der Geschäftsführer der BioM WB GmbH, Prof. Dr. Haralabos Zorbas und weitere Vertreter der Branche mit den Perspektiven dieser Schlüsselindustrie sowie der Vorreiterrolle deutscher Unternehmen und Institutionen in diesem Bereich. Auch dem Verhältnis und den Perspektiven börsennotierter Life Sciences- und Biotechnologie-Unternehmen am Kapitalmarkt widmet der Finance Day eine eigene Programmsequenz. Langfristig sehen Experten hier immenses Potenzial. Bereits 2010 könnten, so schätzt Hofelich, von den zehn umsatzstärksten Medikamenten acht auf Biotech-Produkte entfallen. Praktischen Nutzwert verspricht nicht zuletzt der Vortrag von Dr. Jörg Ritter, Partner bei Holme Roberts & Owen Germany LLP. Er thematisiert die Anforderungen islamischer Investoren aus dem MENA-Raum (Naher und Mittlerer Osten sowie Nordafrika) an Life Science-Investments.
Zu guter letzt bietet der Finance Day 2010 mit dem „Elevator Pitch“ ein Format für die ganz Mutigen unter den Start-Ups. In einer Kurzpräsentation von gerade mal fünf Minuten können sie sich und ihre Geschäftsideen den anwesenden Kapitalgebern direkt vor Ort vorstellen.
Der Finance Day ist Teil des umfangreichen Rahmenprogramms der analytica, das die Ausstellung mit Informationsangeboten für die Besucher ergänzt. Die analytica 2010 findet vom 23. bis 26. März 2010 auf der Neuen Messe München statt.
Weitere Informationen unter www.analytica.de/financeday oder www.goingpublic.de.
Geschrieben am 22. Januar 2010 von Markus in Business-Angels | Kapitalgeber
Beteiligungsgesellschaft, BIGIDEA, Business-Angel, finanzielle Unterstützung, Finanzierungsprogramm, Firmengründer, Internetagentur, Investitionsgesellschaft, Marketingplan, Risikokapital, Venture Capital, Werbeagentur, Wirtschafts-Hybrid, Wirtschaftskrise
Genau ins Schwarze getroffen, hat die Führungsriege von BIGIDEA mit der Gründung Ihrer Beteiligungsgesellschaft. Mit einem innovativen Finanzierungsprogramm steuern die Business-Angel aktuellen Marktprognosen entgegen. Einzigartige Ideen und erfolgversprechende Firmengründer will das Unternehmen bei Ihrer Realisierung unterstützen.
Der Wirtschaftkrise mit BIGIDEA-Investitionen trotzen
Die Reduzierung staatlicher und privater Zuschüsse für die Verwirklichung potentieller Unternehmen, ist die Konsequenz der akut anhaltenden Wirtschaftskrise. Für BIGIDEA ist dies eben nicht der richtige Ansatz, um einer solchen Krise entgegenzusteuern, denn „mit Angst lässt sich kein Wachstum erreichen“, erläutert die Geschäftsführung des Unternehmens. Ihr Slogan „Ideas shape the world“ wird zum Programm Ihrer Unternehmung und somit ist die Beteiligungsgesellschaft auf der Suche nach Menschen, die einen genialen Gedanken besitzen, denen allerdings wirtschaftliche und finanzielle Mittel fehlen, um eben diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. BIGIDEA, die Investitionsgesellschaft der besonderen Art, nimmt sich diesen Unternehmungen an und verwandelt Risikokapital in eine lukrative Zukunftsinvestition.
BIGIDEA – einfach mehr als nur finanzielle Unterstützung
Das Defizit vieler Venture Capital Gesellschaften ist das Vernachlässigen einer Rundum-Unterstützung potentieller Unternehmungen. Oftmals stellen diese lediglich eine finanzielle Unterstützung bereit, wobei das unterstützte Unternehmen seinem konzeptionellen Schicksal überlassen wird. BIGIDEA erarbeitet in Zusammenarbeit mit den geförderten Parteien ein individuelles Konzept, das den Erfolg der Unternehmung berechenbar werden lässt. So kommt es bei der Förderung von BIGIDEA neben einer eingehenden Analyse, einer maßgeschneiderten Beratung und Betreuung auch zu dem Aufbau eines ausgereiften Marketingplans. Die darauf ermittelten Ziele werden unter anderem mit Hilfe eigens entwickelter Technologien erreicht. BIGIDEA fungiert somit als Wirtschafts-Hybrid, der die Aufgaben einer Werbeagentur und Internetagentur übernimmt. Daher werden unterschiedliche Wirtschaftsbereiche wie die der Werbung, der Public Relation, des Offline- und Onlinemarketings, aber auch der technischen Realisierung der Projekte rundum abgedeckt.
Geschrieben am 9. November 2009 von Markus in Studien
Aktienkultur, Börsengang, Christoph Kaserer, Deutsche Börse, Eigenkapital, Eigenkapitalbasis, Eigenkapitalfinanzierung, Ernst & Young, Finanzkrise, Frank Gerstenschläger, Innovation, Investoren, KfW Bankengruppe, Mittelstand, Studie, TU München, Ulrich Lenz, Unternehmensentwicklung, Volkswirtschaft, Wachstum, Wachstumsstrategien, Wirtschaftskrise
Eine gemeinschaftliche Studie der TU München, Ernst & Young und der Deutschen Börse hat nun die Ursachen für diesen Trend zu einem Mehr an Eigenkapital untersucht und zugleich die Bedeutung des Börsengangs für die Unternehmensentwicklung und die Volkswirtschaft analysiert.
„Die Mehrheit der Unternehmen finanziert mit dem Börsengang Wachstumsstrategien und stärkt die Eigenkapitalbasis“, sagte Frank Gerstenschläger, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse. „Die Studie zeigt deutlich, dass die Unternehmen nach dem Börsengang ihre in- und ausländischen Umsätze steigern, ihr Geschäft stärker diversifizieren und mehr Geld in Forschung und Entwicklung stecken.“
Die Studie zeige, dass es einen Weg zurück zur traditionellen banken- und fremdkapitalorientierten Finanzierung für viele Unternehmen nicht mehr geben wird, sagte Ulrich Lenz von Ernst & Young: „Nur mit einem breiten Finanzierungsansatz und einem klaren Fokus auf Eigenkapital können Unternehmen in der Zukunft ihre Unabhängigkeit sichern und neue Wege zu profitablem Wachstum beschreiten.“
Die Studie zeige aber auch, dass auf dem Weg zu tieferen Eigenkapitalmärkten und einer ausgeprägten Aktienkultur noch eine Reihe von Hindernissen überwunden werden muss, sagte Christoph Kaserer, Univ.-Prof. der TU München. Anderen Ländern, insbesondere den angelsächsischen, sei es gelungen, diese abzubauen. „Deutschland muss einen Weg finden, um sowohl nachfrageseitig, also für die Unternehmen, als auch angebotsseitig, also auch für die Investoren, einen aktiveren Markt für Eigenkapital zu entwickeln.“
Auf dem 13. Deutschen Eigenkapitalforum Herbst vom 9. bis 11. November in Frankfurt wird die Studie „Wachstum und Unabhängigkeit durch Eigenkapitalfinanzierung – Strukturwandel und Lösungsansätze für den deutschen Mittelstand in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise“ vorgestellt. Im Anschluss findet eine Plenumsdiskussion statt.
Das Deutsche Eigenkapitalforum organisieren die Deutsche Börse und die KfW Bankengruppe gemeinsam. Die Veranstaltung ist international die größte Informations- und Netzwerkplattform für Eigenkapital suchende Unternehmen.
Studie (Online-Version) „Wachstum und Unabhängigkeit durch Eigenkapitalfinanzierung – Strukturwandel und Lösungsansätze für den deutschen Mittelstand in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise“
Geschrieben am 7. November 2009 von Markus in Nachrichten
Alternative Energien, Analysten, Consumer Commerce, Deutsche Börse, Deutsches Eigenkapitalforum, e-commerce, Eigenkapital, Eigenkapitalfinanzierung, Ernst & Young, Finanzierungsphase, Finanzkrise, Frank Gerstenschläger, Frankfurt, Herbst 2009, High Technology, Intermediäre, Internet, Investoren, KfW Bankengruppe, Life Science, Software, TU München, Ulrich Schröder, Unternehmer, Wirtschaftskrise
Die Deutsche Börse und die KfW Bankengruppe veranstalten vom 9. bis 11. November das Deutsche Eigenkapitalforum Herbst 2009 in Frankfurt am Main. Das Forum ist die größte und erfolgreichste Plattform für Eigenkapital suchende und bereits börsennotierte mittelständische Unternehmen in Europa. An den drei Veranstaltungstagen werden über 5.000 Investoren, Analysten, Unternehmer und Intermediäre erwartet.
„Das Deutsche Eigenkapitalforum hat sich als feste Größe unter den wichtigsten Kapitalmarktkonferenzen der Welt etabliert“, sagte Frank Gerstenschläger, Mitglied des Vorstands der Deutsche Börse AG und zuständig für den Geschäftsbereich Xetra. „In den Länderforen stellen sich internationale Unternehmen aus China, Indien, Ukraine und Weißrussland vor. Dies unterstreicht erneut den internationalen Charakter der Veranstaltung.“
“Gerade in der jetzigen Zeit, in der die Finanz- und Wirtschaftskrise viele Marktteilnehmer vorsichtig agieren lässt, ist das Deutsche Eigenkapitalforum ein wichtiger Treffpunkt. Hier bieten sich die Möglichkeit zu vielseitigen Gesprächen und hoffentlich Ansatzpunkte für neue Geschäfte”, sagte Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.
Das Eigenkapitalforum bietet Teilnehmern Podiumsdiskussionen, Vorträge und Workshops zu Themengebieten der Unternehmensfinanzierung der Kapitalmarktregulierung sowie zu aktuellen Branchentrends. Zudem präsentieren rund 200 Unternehmen aus dem Prime Standard ihre aktuellen Finanzzahlen. Die Top 25 wachstumsstarken nicht börsennotierte Unternehmen aus den Branchen Alternative Energies, Life Science, Consumer & E-Commerce, High Technology sowie Software & Internet präsentieren sich einem breiten Investorenkreis.
Im Rahmen des Eigenkapitalforums wird außerdem eine Gemeinschaftsstudie der TU München, Ernst & Young und der Deutschen Börse vorgestellt, die Lösungsansätze zur Eigenkapitalfinanzierung für den deutschen Mittelstand in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise untersucht.
Die Deutsche Börse AG als weltweit größter Marktorganisator und die KfW Bankengruppe als führende Förderbank veranstalten das Deutsche Eigenkapitalforum seit 1996 zwei Mal pro Jahr. Die Herbstveranstaltung richtet sich an Unternehmen in der Later Stage-Finanzierungsphase und an gelistete Unternehmen. Im Frühjahr stehen vor allem Unternehmen in der Early Stage- und Wachstumsphase im Mittelpunkt.
Geschrieben am 6. November 2009 von Markus in Allgemein
Banken, Berlin, Beteiligungsgesellschaften, Beteiligungskapital, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Deutschland, DIW, Finanzierungsbedingungen, Finanzkrise, Finanzsystem, Forschungsvorhaben, Gründungsfinanzierung, Innovationsfinanzierung, Kapitalgeber, steuerliche Förderung, Unternehmenssteuerreform, Unternehmensverkäufe, Venture Capital, Wagniskapital, Wagniskapitalmarkt, Wer hat's bekommen?, Wirtschaftskrise
Das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Berlin sieht die Finanzierung von Innovationen in Deutschland durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gefährdet. Zur Verbesserung der Finanzierungsbedingungen schlägt das Wirtschaftsforschungsinstitut in seiner aktuellen Untersuchung vor, die Sanierung des Bankensektors entschiedener als bisher voranzutreiben, Venture Capital gezielt zu fördern und die Rahmenbedingungen für Beteiligungskapital zu verbessern. Unter anderem sollte die Politik eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung einführen. Daneben sollte auch die Begrenzung des Verlustübertrags bei Unternehmensverkäufen gelockert werden, da damit vor allem jungen, innovativen Unternehmen geholfen werden kann.
Das DIW warnt: Sollte die Politik nicht gegensteuern, drohen Investitionen in innovative Projekte zurückzufallen, mit allen Konsequenzen für den Forschungsstandort Deutschland. Deutschland habe schon heute insbesondere bei der Finanzierung von jungen, innovativen Unternehmen Nachholbedarf, weshalb die Finanzierungsbedingungen verbessert werden müssen. Für die derzeitige Krise lassen sich Rückschlüsse aus dem Verhalten der Unternehmen aus ähnlichen Situationen in der Vergangenheit ziehen. Im konjunkturellen Abschwung sind die eigenen Innovationsbudgets – die traditionelle Finanzierung der großen Unternehmen – deutlich zurückgegangen. Viele Unternehmen verschieben deshalb ihre Forschungsvorhaben oder verzichten ganz auf Innovationen. Kleinere und mittlere Unternehmen müssen oft ohne eigenes Forschungsbudget auskommen und sind für ihre Innovationen auf Kapital von Dritten angewiesen. Der Markt für Beteiligungskapital in Deutschland ist aber vergleichsweise schwach entwickelt und sollte unterstützt werden.
Bei den untersuchten Innovationsindikatoren ist Deutschland zum Beispiel hinsichtlich der Verfügbarkeit von Venture Capital nach Rang 9,5 im Vorjahr auf Platz 13 abgerutscht. Im traditionell eher bankorientierten deutschen Finanzsystem ist der hiesige Wagniskapitalmarkt gemessen am Volumen der Investitionen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt schwach entwickelt. Großbritannien, die USA und auch Schweden stehen hier sehr viel besser da. Ein weiteres zentrales Handlungsfeld ist eine verbesserte Gründungsfinanzierung, die besonders auf einen funktionsfähigen Venture Capital-Markt angewiesen ist. Die jüngsten vom Gesetzgeber getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wagniskapital haben dem DIW zufolge nach den ersten Erfahrungen nicht die gewünschte Wirkung gebracht. Durch die Regelungen der Unternehmensteuerreform wurde zudem die Anerkennung von Verlustvorträgen stark eingeschränkt. Die Europäische Kommission hat diese hier vorgesehenen Nachbesserungen für Wagniskapitalgesellschaften aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken nicht genehmigt, womit zu befürchten ist, dass das Gesetz nur eine geringe Wirkung entfalten wird. Um die Finanzierungsbedingungen für Beteiligungskapital in Deutschland zu verbessern sind daher weitere Initiativen nötig, etwa die uneingeschränkte Anerkennung von Verlustvorträgen für innovative Unternehmen.
Die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital wäre ein wichtiger Beitrag für die Attraktivität des Standortes Deutschland und den weiteren Aufbau einer funktionsfähigen Venture Capital-Finanzierung in Deutschland. Aufgrund der häufig zu beobachtenden räumlichen Nähe von Kapitalgeber und Kapitalnehmer ist bei einer Abwanderung von Beteiligungsgesellschaften auch mit einem Rückgang der Venture Capital-Investitionen und folgerichtig der Innovationsaktivitäten zu rechnen. Das DIW nennt als weitere denkbare Maßnahmen eine steuerliche Absetzbarkeit von Investitionen in Innovationsbeteiligungsfonds und die steuerliche Gleichbehandlung von Eigen- und Fremdkapital.
Geschrieben am 22. Dezember 2008 von Markus in Kapitalgeber | Venture Kapital Geber
2009, Finanzkrise, Investitionsklima, NVCA, VC-firms, Venture Capital, Wirtschaftskrise
Eine Umfrage der NVCA unter Mitgliedern sieht Herausforderungen für das kommende Jahr
Die amerikanischen VC-Firmen erwarten ein schwieriges Jahr für die amerikanische Wirtschaft, die Kapitalmärkte und die VC-Szene, weil die globale Finanzkrise auch auf die Gründer durchschlaägt. Nach den Ergebnissen der dritten Umfrage der National Venture Capital Association (NVCA) wird im kommenden Jahr in den meisten Branchen weniger investiert und der Exit-Markt weiterhin schwach sein. Allerdings rechnen die meisten VCs mit einer Erholung in 2010, wenn der IPO-Markt wieder eröffnet und die VCs und Firmen, die die Sturm getrotzt haben, gestärkt aus der Krise hervorgehen.
(weiterlesen…)