Innovationsplattform Atizo wird von Unternehmern finanziert

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Geschrieben am 6. Februar 2010 von Markus in Business-Angels | Interessante Startups

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Zur Beschleunigung der internationalen Entwicklungsstrategie des Schweizer Start-ups Atizo ist per Ende Januar 2010 eine Finanzierungsrunde in der Höhe von knapp einer Million Franken abgeschlossen worden. Zu den neuen Investoren zählen unter anderem der Berner Unternehmer Dr. Gerhard Jansen und Roland Brack mit seiner Competec-Gruppe aus Mägenwil.

Erfolgreiches Schweizer Start-up

Atizo wurde im September 2008 am Markt lanciert und im November 2008 mit dem CTI-Label ausgezeichnet. Atizo ist eine Innovationsplattform auf der Unternehmen Fragestellungen ausschreiben und Kunden und Konsumenten gemeinsam überraschende Ideen entwickeln. Die besten Ideen werden prämiert und können mit einem ausgewählten Team in einem virtuellen, geschlossenen Raum zu einem innovativen Konzept weiterentwickelt werden.

Auf der Online-Plattform Atizo suchen Unternehmen nach neuen Ideen

Auf der Online-Plattform Atizo suchen Unternehmen nach neuen Ideen

Bereits konnten mit unterschiedlichen Kunden in verschiedensten Branchen neue Produkte, Dienstleistungen, Marketingideen und Business-Modelle entwickelt werden. So suchte auf Atizo der Schweizer Outdoor-Ausrüster Mammut nach einer Substitutionslösung für den herkömmlichen Reissverschluss, Blacksocks erfand mit der Atizo-Community ein Reise-Necessaire und BMW konzipierte online das Motorrad der Zukunft.

Wachstum der Innovatoren-Community als Ziel

Um die Präsenz am Markt zu verstärken, werden bei der Atizo AG im Bereich Marketing und Verkauf vier weitere Stellen geschaffen. Zusätzlich werden die Partnerschaften mit Unternehmensberatungen, Marktforschungsinstituten und Online-Communities ausgebaut. Roland Brack, Gründer und CEO der ITHandelsgruppe Competec mit der bekannten Brack Electronics AG, äussert sich überzeugt: „Auch wir sind bestrebt, unsere Stakeholder systematisch in unseren Innovationsprozess einzubinden und damit der Kundenbeziehung eine ganz neue Qualität zu geben. Atizo bietet dazu die richtigen Tools.“

Verwaltungsrat erweitert

Auch Gerhard Jansen, der neue Verwaltungsratspräsident der Atizo AG ist überzeugt vom Geschäftsmodell: „Ich verfolge Atizo schon seit ihren Anfängen und bin von der Geschäftisidee und der Entwicklung sehr beeindruckt. Alle reden von Innovation, Atizo dagegen öffnet konkret den Weg zu mehr Innovation“. Der neue Verwaltungsrat besteht aus den drei Atizo-Gründern Christian Hirsig (CEO), Reto Aebersold (CTO) und Mathias Ruch und neu den Investoren Gerhard Jansen (Verwaltungsratspräsident), Roland Brack und Oscar R. Steffen.

High-Tech-Gründer in Deutschland werden immer älter

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Geschrieben am 4. Februar 2010 von Markus in Allgemein

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Deutschlands High-Tech-Gründer werden immer älter. Das hat eine heute veröffentlichte Untersuchung ergeben, die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland erarbeitet wurde.

Während das Durchschnittsalter der High-Tech-Gründer 1995 noch bei 37,2 Jahren lag, ist es bis zum Jahr 2008 bereits auf 40,8 Jahre gestiegen. Aktuell sind weniger als 25 Prozent der Gründer im Hochtechnologiebereich jünger als 32 Jahre. Damit muss das Bild des typischerweise jungen High-Tech-Gründers, der direkt nach dem Studium oder aus der Hochschule heraus gründet, revidiert werden. Die Studie hat zwar ergeben, dass die Gründungsneigung bei Älteren steigt. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass diese Entwicklung den Abwärtstrend bei High-Tech-Gründungen in Deutschland langfristig nicht aufhalten kann. Zwischen 1995 und 2008 ging die Gründungstätigkeit in den High-Tech-Sektoren bereits um 25 Prozent zurück. Sollte sich an den Rahmenbedingungen für Gründer in Deutschland nichts ändern, nimmt die Zahl der Unternehmensgründungen allein aufgrund des demografischen Wandels weiter kontinuierlich ab und wird voraussichtlich bis 2030 um zehn, bis 2050 um 20 Prozent sinken.

Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland, resümiert: “Die Regierung hat die Bedeutung von Start-ups im Hochtechnologiebereich erkannt und im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Es gilt jetzt, zügig konkrete Maßnahmen in Angriff zu nehmen, die das Gründen in Deutschland wieder attraktiver machen. Sonst verliert Deutschland langfristig den Anschluss an die führenden Industrie- und Innovationsnationen: Die rasche Neuauflage des High-Tech-Gründerfonds, das Aufbrechen der Kreditklemme und die Wiederbelebung der Venture Capital-Kultur in Deutschland spielen dabei zentrale Rollen.” Darüber hinaus fordert Berg, junge Technologieunternehmen in den ersten zehn Jahren von Steuern und Sozialabgaben zu befreien sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung zu fördern.

Deutsche High-Tech-Gründer haben viele Gemeinsamkeiten

Im Fokus der aktuellen ZEW-Untersuchung standen die Charakteristika von High-Tech-Gründern in verschiedenen Altersgruppen sowie die Rückschlüsse, die sich daraus für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für innovative Unternehmensgründungen ziehen lassen. Das überraschende Ergebnis: Die Gründer haben altersübergreifend viele Gemeinsamkeiten, u.a. hinsichtlich ihrer Gründungsmotivation, ihrer Forschungstätigkeit, dem Innovationsgrad ihrer Produkte und der hauptsächlichen Finanzierungsquellen. Unterschiede ergeben sich beispielsweise bei den präferierten Sektoren: Während junge Gründer häufiger Software- und IT-Start-ups gründen, finden sich ältere Gründer eher in der forschungsintensiven Industrie. Ältere Gründer verfügen in der Regel auch über mehr Eigenkapital und wählen Rechtsformen mit beschränkter Haftung wie die GmbH; junge Gründer bevorzugen dagegen kostengünstiger zu gründende Rechtsformen und setzen auf flexible Beschäftigungsmodelle. Dr. Georg Licht, Leiter der Studie beim ZEW, erläutert: “Aufgrund der Untersuchungsergebnisse kommen wir zu dem Ergebnis, dass Programme, die vorrangig altersbezogen fördern, nicht zielführend sind. Die Differenzen zwischen den Alterskohorten sind dafür nicht signifikant genug. Stattdessen sollten die Rahmenbedingungen für High-Tech-Gründer in Deutschland insgesamt verbessert werden, um das Gründer-Potenzial, das wir bei Älteren, Frauen und Akademikern noch haben, auszuschöpfen.” So ergab eine Untersuchung des ZEW von 2008, dass nur jedes zwölfte High-Tech-Start-up von Frauen gegründet wird.

Microsoft fördert innovative High-Tech-Gründerunternehmen

Microsoft unterstützt im Rahmen seiner Gründerinitiative “unternimm was.” bereits seit fünf Jahren ausgewählte junge Unternehmen aus der High-Tech-Branche individuell mit Technologie- und Vertriebs-Know-how sowie Zugang zu Kunden- und Partnernetzwerken. Das globale Microsoft Start-up Programm “BizSpark One” verschafft innovativen Gründerunternehmen zusätzlich einen direkten Kontakt ins Microsoft-Hauptquartier in Redmond und unterstützt diese beim Eintritt in den globalen Markt. Mit dem globalen Programm BizSpark stellt Microsoft Gründerunternehmen zudem kostengünstig Entwicklungswerkzeuge und Plattformtechnologien sowie technischen Support zur Verfügung.

Datenbasis der ZEW-Studie “High-Tech-Gründungen in Deutschland – der Mythos des jungen High-Tech-Gründers”

Im Rahmen der ZEW-Studie wurde die Altersstruktur von Gründerinnen und Gründern in Deutschland auf Basis des Mannheimer Unternehmenspanels sowie Unternehmenscharakteristika nach Altersgruppen der Gründerpersonen auf Basis des KfW/ZEW-Gründungspanels ausgewertet. Zusätzlich wurden detaillierte Fallstudien zweier Unternehmen erstellt.

Die komplette Studie ist im Internet verfügbar unter Download der Studie als PDF-Datei

Studie verdeutlicht die hohe Bedeutung der Eigenkapitalfinanzierung für Innovation und Wachstum

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Geschrieben am 9. November 2009 von Markus in Studien

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Eine gemeinschaftliche Studie der TU München, Ernst & Young und der Deutschen Börse hat nun die Ursachen für diesen Trend zu einem Mehr an Eigenkapital untersucht und zugleich die Bedeutung des Börsengangs für die Unternehmensentwicklung und die Volkswirtschaft analysiert.

„Die Mehrheit der Unternehmen finanziert mit dem Börsengang Wachstumsstrategien und stärkt die Eigenkapitalbasis“, sagte Frank Gerstenschläger, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse. „Die Studie zeigt deutlich, dass die Unternehmen nach dem Börsengang ihre in- und ausländischen Umsätze steigern, ihr Geschäft stärker diversifizieren und mehr Geld in Forschung und Entwicklung stecken.“

Die Studie zeige, dass es einen Weg zurück zur traditionellen banken- und fremdkapitalorientierten Finanzierung für viele Unternehmen nicht mehr geben wird, sagte Ulrich Lenz von Ernst & Young: „Nur mit einem breiten Finanzierungsansatz und einem klaren Fokus auf Eigenkapital können Unternehmen in der Zukunft ihre Unabhängigkeit sichern und neue Wege zu profitablem Wachstum beschreiten.“

Die Studie zeige aber auch, dass auf dem Weg zu tieferen Eigenkapitalmärkten und einer ausgeprägten Aktienkultur noch eine Reihe von Hindernissen überwunden werden muss, sagte Christoph Kaserer, Univ.-Prof. der TU München. Anderen Ländern, insbesondere den angelsächsischen, sei es gelungen, diese abzubauen. „Deutschland muss einen Weg finden, um sowohl nachfrageseitig, also für die Unternehmen, als auch angebotsseitig, also auch für die Investoren, einen aktiveren Markt für Eigenkapital zu entwickeln.“

Auf dem 13. Deutschen Eigenkapitalforum Herbst vom 9. bis 11. November in Frankfurt wird die Studie „Wachstum und Unabhängigkeit durch Eigenkapitalfinanzierung – Strukturwandel und Lösungsansätze für den deutschen Mittelstand in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise“ vorgestellt. Im Anschluss findet eine Plenumsdiskussion statt.

Das Deutsche Eigenkapitalforum organisieren die Deutsche Börse und die KfW Bankengruppe gemeinsam. Die Veranstaltung ist international die größte Informations- und Netzwerkplattform für Eigenkapital suchende Unternehmen.

Studie (Online-Version) „Wachstum und Unabhängigkeit durch Eigenkapitalfinanzierung – Strukturwandel und Lösungsansätze für den deutschen Mittelstand in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise“

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