Neues innovatives Buchungsportal mit Videos und interaktiven Stadtplänen sucht Venture Capital

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Geschrieben am 22. Februar 2010 von Markus in Interessante Startups | Wer sucht?

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Ein neues Hotelbuchungsportal im Internet, Hotels On Air.TV geht im Februar online. Die Innovation: Ein bisher einzigartiges Video-Infotainment-Angebot bietet Filme, Bilder und interaktive Karten zu Hotels und Destinationen und erleichtert die Suche nach der passenden Unterkunft enorm. Registrierte User erhalten im Travel Club supergünstige Angebote und Sonderarrangements. Mit diesem Konzept wollen die beiden Gründer und Branchenkenner Katja S. Verhoeven und Stephan Seifert zu einem der führenden Anbieter für Hotelreservierungen werden.

Die Gründer:

Beide Gründer kennen sich aus in ihrer Branche: Katja S. Verhoeven (35 Jahre) war 15 Jahre in der internationalen Hotellerie tätig, mit Stationen im Sales & Marketing bei InterContinental, Kempinski und Relais & Châteaux. Zuletzt zeichnete sie als Director Marketing, Sales & Business Development bei Beauwell.com International Beauty & Wellnesshotels verantwortlich. Stephan Seifert (43 Jahre) war bereits zwölf Jahre im Online-Business bei verschiedenen Online Media Agenturen und Full-Service-Werbeagenturen tätig. Zuletzt verantwortete er als Geschäftsführer der Travix International Web Networking den Aufbau der Portale Beauwell.com International Beauty & Wellnesshotels, Abo.de und Hallimash.com (Blogmarketing).

Die Geschäftsidee:

Aufgrund Ihrer vielseitigen Berufserfahrungen war die Geschäftsidee war schnell geboren: Immer mehr Gäste buchen ihr Hotel online. Das Internet hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Vertriebskanäle im Tourismus entwickelt. Doch die meisten Anbieter setzen immer noch auf Text und Fotos als Verkaufsargument. Mit Hotels On Air.TV wollen die beiden Gründer eine emotionalere Ansprache des Gastes erreichen. „Ein Video erhöht die Kaufentscheidung um etwa 72% im Vergleich zur rein beschreibenden Darstellung eines Produktes“, so der Geschäftsführende Gesellschafter Stephan Seifert. Durch bewegte Bilder könne der potenzielle Gast im Internet die Qualität des Hotelprodukts besser beurteilen und Vertrauen aufbauen, was für die Kaufentscheidung notwendig sei. „Bei uns kann sich der potenzielle Gast selbst ein Bild vom Hotel machen – nach dem Motto „What you see is what you get!““, erklärt Katja S. Verhoeven.

Die Umsetzung:

Die Website wurde von Stefan Seifert im Zusammenarbeit mit einer Internet-Agentur in wenigen Monaten entwickelt. Durch Videofilme, Bilder, interaktive Karten und Live-Cams erhält der User bei Hotels On Air.TV umfassende Informationen über die realen Verhältnisse vor Ort. Anfangs beschränkt man sich auf europäische Großstädte, doch bald schon sollen beliebte touristische Regionen folgen. Ein professionelles Filmteam dreht in ausgesuchten Hotels im HD-Videoformat. Die Filme werden von Muttersprachlern in deutscher und englischer Sprache moderiert, geschnitten und schließlich online gestellt. Das Hotel zahlt keinerlei Drehgebühren, übernimmt jedoch die Streaminggebühren für die Online-Stellung der Videos. Gegen eine Lizenzgebühr kann der Film auch auf die hoteleigene Website oder in Social Media (Twitter, Facebook, You Tube …) gestellt oder als DVD vervielfältigt werden. Hotels aller Destinationen – auch in Städten, die noch nicht gedreht – können sich kostenlos mit einer Bildergalerie präsentieren.

Einen Überblick über die Zufriedenheit der bisherigen Gäste in den Hotels erhält der User durch die Schnittstelle zu Trust You, der unabhängigen Qualitätssuchmaschine, die die Meinungsäußerungen in den verschiedenen Hotelbewertungsportalen auf einer Seite bündelt.

Die „Interactive Map“ ist ein weiteres Highlight der Website. Sie zeigt dem User auf einer Karte die Lage des Hotels und seine Umgebung mit Restaurants, Klubs, Museen, Einkaufsmöglichkeiten, Flughäfen, Bahnhöfen usw. Einen Blick auf das aktuelle Wetter und die direkte Umgebung bietet Earth TV, der weltweite Marktführer für Live-Cams, der bereits seit der frühen Entwicklungsphase mit Hotels On Air.TV kooperiert. Im „Travel Club“, dem kostenlosen Mitgliederbereich, kann man Stadtpläne individuell zusammenstellen, speichern sowie an Freunde weiterleiten.

Die User können Hotels direkt online und kostenfrei buchen – auf der Website erhalten sie immer die „Best Available Rates“. Wer sich kostenlos im Travel Club registriert, profitiert von supergünstigen Angeboten, denn hier gibt es für den Hotelier keine Preisbindung – er kann bei niedriger Auslastung seine Zimmer sehr günstig anbieten. Bei jeder Buchung erhält Hotels on Air.TV eine marktübliche Provision vom Hotel. Zur Kundenbindung werden die Mitglieder regelmäßig durch Newsletter über neue Specials informiert. Wer den Club an Freunde und Bekannte weiterempfiehlt, erhält attraktive Prämien.

Das Ziel:

Für eine überzeugende Online-Plattform ist Content notwendig. Zu den Hotelkunden zählen namhafte Hotels wie das Hotel de Rome in Berlin (5 Sterne), das Side Hotel in Hamburg (4 Sterne) oder The Levante Parliament in Wien (5 Sterne). In den kommenden Monaten werden zahlreiche Drehtermine in europäischen Großstädten stattfinden. „Wir sind mit mehreren großen internationalen Hotelketten in Verhandlung, die auf unserer Plattform präsent sein wollen. Sie alle sehen das große Umsatzpotenzial, das die emotionale Ansprache durch Videos und durch die interaktive Planung der Reise in sich birgt,“ so Katja S. Verhoeven.

Auch auf der User-Seite ist man ehrgeizig, aber nicht unrealistisch. „Bis Ende 2010 streben wir etwa 255.000 registrierte User im Travel Club an“, so Stephan Seifert. Durch umfassende Marketing-Maßnahmen, insbesondere im Online-Bereich, soll das Ziel erreicht werden. Für die zweite Finanzierungsrunde suchen die Gründer noch Venture Capital, um den Aufbau des Online-Portals noch schneller vorantreiben zu können.

Infos gibt es auf www.hotelsonair.tv oder unter Tel. 0711-490 39 733.

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15 Millionen Euro Risikokapital für innovative Ideen von der österreichischen Förderbank aws

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Geschrieben am 19. Februar 2010 von Markus in Kapitalgeber | Venture Kapital Geber

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Die austria wirtschaftsservice (aws) (Förderbank Österreichs) startet wieder eine Initiative, um Wandel und Innovation in der österreichischen Wirtschaft zu fördern und zu begleiten. Die “Venture-Capital-Initiative” stellt insgesamt 15 Millionen Euro Risikokapital zur Verfügung. Über die Beteiligung an Frühphasen-Fonds werden damit forschungs- und technologieorientierte Unternehmen bei der Gründung und in ihrer Frühphase unterstützt.

Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der aws: “Mit der ‘Venture-Capital-Initiative’ ist die aws auch dort zur Stelle, wo traditionelle Finanzierungsinstrumente wie Kredite nicht greifen. Mit diesem neuen Programm leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die Finanzierungslücke bei der Übersetzung von innovativen Ideen in wirtschaftliche Wertschöpfung zu schließen.”

Ziel: Risikokapital für Technologieunternehmen

Das Pilotprojekt startet ab sofort mit einem gesamten Volumen von 15 Millionen Euro. Im Rahmen der Initiative beteiligt sich die aws an Venture-Capital-Fonds, deren Schwerpunkt die Finanzierung forschungs- und technologieorientierter Unternehmen in Österreich ist. Die Investitionen der aws erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die aws wird als “cornerstone-Investor” bis zu 30 Prozent der Fonds-Anteile erwerben und will damit auch ein Signal für die Beteiligung von privaten Investoren setzen.

Die Auswahl geeigneter Fonds erfolgt nach internationalen Prüfungsstandards mit Unterstützung eines Expertenbeirats. Einreichungen sind noch bis 31. Mai 2010 möglich.

Info-Event für Fonds-Manager am 4. März

Für interessierte Managementteams von Fonds findet am 4. März die Informationsveranstaltung “Venture-Capital-Initiative – Die aws als Investor von Frühphasenfonds” statt. Die Projektleiter präsentieren in den Räumlichkeiten der aws Details des Programms. Anmeldungen bitte an Frau Michaela Eidherr (m.eidherr@awsg.at).

Weitere Informationen zur Venture-Capital-Initiative finden Sie auf www.awsg.at/vci

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Zweiter Finance Day auf der analytica 2010: Life Science-Unternehmer und Kapitalgeber im Gespräch

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Geschrieben am 11. Februar 2010 von Markus in Allgemein

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Die analytica 2010 bringt beim zweiten Finance Day am Freitag, den 26. März 2010, erneut junge und erfahrene Life Science-Unternehmer sowie Kapitalgeber an einen Tisch. Das Programm der von der GoingPublic Media AG organisierten Informationsveranstaltung findet im Forum Biotech in Halle A3 statt und umfasst Diskussionsrunden und Vorträge zu aktuellen Finanzierungstrends rund um die Biotechnologie. Neu ist der „Elevator Pitch“ mit Kurzpräsentationen von Start-ups vor Kapitalgebern.

Die Suche nach Kapital ist für Life Science-Unternehmen weiterhin eine der größten Herausforderungen. Die Finanzkrise und die damit verbundene Zurückhaltung auf Seiten der Investoren haben diese Situation noch verschärft. Gleichzeitig fehlt vielen bereits etablierten Unternehmen eine Anschlussfinanzierung. Genau hier setzt der Finance Day an, der – nach erfolgreicher Premiere 2008 – erneut am letzten Tag der analytica stattfindet. Markus Hofelich, Redaktionsleiter der Sonderausgabe Biotechnologie des GoingPublic Magazins bei der GoingPublic Media AG und Organisator des Finance Day: „Wer die Vorgehensweise aktueller Financiers besser verstehen und direkt mit ihnen ins Gespräch kommen will, für den ist der Finance Day im Rahmen der analytica die richtige Plattform. Einen ganzen Tag stellen wir Unternehmern und Start-Ups Finanzierungsmodelle vor und geben praktische Tipps für die richtige Ansprache von Kapitalgebern. Auch aktuelle Markttrends werden dabei beleuchtet.“

Für jeden etwas: Frühphasenfinanzierung, islamische Investoren, Elevator Pitch

Das Programm des Finance Day 2010 orientiert sich an der durchweg positiven Resonanz auf die Erstveranstaltung 2008, die mehr als 450 Teilnehmer zählte und damit die Erwartungen der Veranstalter übertraf: „100 Prozent der Besucher bewerteten den Finance Day mit ausgezeichnet bis gut – 57 Prozent mit ausgezeichnet, 43 Prozent mit gut –, ergab eine Besucherbefragung durch das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der Messe München. Auch die Vorträge und Diskussionsrunden 2010 setzen auf Aktualität und engen Praxisbezug. So beschäftigt sich Dr. Peter Terhart, Vorstandsvorsitzender des BVK, S-REFIT AG, zum Beispiel mit den Chancen und Herausforderungen der Frühphasenfinanzierung von Life Science-Start-ups. Der High-Tech-Gründerfond, vertreten durch den Investment Director und Prokurist, Marco Winzer, diskutiert u.a. mit Prof. Horst Domdey, Geschäftsführer der BioM Biotech Cluster Development GmbH, über die Frage, wie sich Wirtschaftskrise und Modelle der Frühphasenfinanzierung vertragen.
Rund um das Thema „Venture Capital“ dreht sich eine Diskussionsrunde mit Vertretern der namhaften Beteiligungsgesellschaften TVM Capital, MIG Verwaltungs AG und Global Life Sciences Ventures sowie Max Planck Innovation, der Technologietransfer-Stelle der Max-Planck-Gesellschaft.

Auch thematische Schwerpunkte setzt der diesjährige Finance Day. In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Weiße Biotechnologie“ beispielsweise beschäftigen sich der Vorsitzende des Cluster industrielle Biotechnologie, CLIB, Dr. Manfred Kircher, der Geschäftsführer der BioM WB GmbH, Prof. Dr. Haralabos Zorbas und weitere Vertreter der Branche mit den Perspektiven dieser Schlüsselindustrie sowie der Vorreiterrolle deutscher Unternehmen und Institutionen in diesem Bereich. Auch dem Verhältnis und den Perspektiven börsennotierter Life Sciences- und Biotechnologie-Unternehmen am Kapitalmarkt widmet der Finance Day eine eigene Programmsequenz. Langfristig sehen Experten hier immenses Potenzial. Bereits 2010 könnten, so schätzt Hofelich, von den zehn umsatzstärksten Medikamenten acht auf Biotech-Produkte entfallen. Praktischen Nutzwert verspricht nicht zuletzt der Vortrag von Dr. Jörg Ritter, Partner bei Holme Roberts & Owen Germany LLP. Er thematisiert die Anforderungen islamischer Investoren aus dem MENA-Raum (Naher und Mittlerer Osten sowie Nordafrika) an Life Science-Investments.

Zu guter letzt bietet der Finance Day 2010 mit dem „Elevator Pitch“ ein Format für die ganz Mutigen unter den Start-Ups. In einer Kurzpräsentation von gerade mal fünf Minuten können sie sich und ihre Geschäftsideen den anwesenden Kapitalgebern direkt vor Ort vorstellen.

Der Finance Day ist Teil des umfangreichen Rahmenprogramms der analytica, das die Ausstellung mit Informationsangeboten für die Besucher ergänzt. Die analytica 2010 findet vom 23. bis 26. März 2010 auf der Neuen Messe München statt.

Weitere Informationen unter www.analytica.de/financeday oder www.goingpublic.de.

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Innovationsplattform Atizo wird von Unternehmern finanziert

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Geschrieben am 6. Februar 2010 von Markus in Business-Angels | Interessante Startups

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Zur Beschleunigung der internationalen Entwicklungsstrategie des Schweizer Start-ups Atizo ist per Ende Januar 2010 eine Finanzierungsrunde in der Höhe von knapp einer Million Franken abgeschlossen worden. Zu den neuen Investoren zählen unter anderem der Berner Unternehmer Dr. Gerhard Jansen und Roland Brack mit seiner Competec-Gruppe aus Mägenwil.

Erfolgreiches Schweizer Start-up

Atizo wurde im September 2008 am Markt lanciert und im November 2008 mit dem CTI-Label ausgezeichnet. Atizo ist eine Innovationsplattform auf der Unternehmen Fragestellungen ausschreiben und Kunden und Konsumenten gemeinsam überraschende Ideen entwickeln. Die besten Ideen werden prämiert und können mit einem ausgewählten Team in einem virtuellen, geschlossenen Raum zu einem innovativen Konzept weiterentwickelt werden.

Auf der Online-Plattform Atizo suchen Unternehmen nach neuen Ideen

Auf der Online-Plattform Atizo suchen Unternehmen nach neuen Ideen

Bereits konnten mit unterschiedlichen Kunden in verschiedensten Branchen neue Produkte, Dienstleistungen, Marketingideen und Business-Modelle entwickelt werden. So suchte auf Atizo der Schweizer Outdoor-Ausrüster Mammut nach einer Substitutionslösung für den herkömmlichen Reissverschluss, Blacksocks erfand mit der Atizo-Community ein Reise-Necessaire und BMW konzipierte online das Motorrad der Zukunft.

Wachstum der Innovatoren-Community als Ziel

Um die Präsenz am Markt zu verstärken, werden bei der Atizo AG im Bereich Marketing und Verkauf vier weitere Stellen geschaffen. Zusätzlich werden die Partnerschaften mit Unternehmensberatungen, Marktforschungsinstituten und Online-Communities ausgebaut. Roland Brack, Gründer und CEO der ITHandelsgruppe Competec mit der bekannten Brack Electronics AG, äussert sich überzeugt: „Auch wir sind bestrebt, unsere Stakeholder systematisch in unseren Innovationsprozess einzubinden und damit der Kundenbeziehung eine ganz neue Qualität zu geben. Atizo bietet dazu die richtigen Tools.“

Verwaltungsrat erweitert

Auch Gerhard Jansen, der neue Verwaltungsratspräsident der Atizo AG ist überzeugt vom Geschäftsmodell: „Ich verfolge Atizo schon seit ihren Anfängen und bin von der Geschäftisidee und der Entwicklung sehr beeindruckt. Alle reden von Innovation, Atizo dagegen öffnet konkret den Weg zu mehr Innovation“. Der neue Verwaltungsrat besteht aus den drei Atizo-Gründern Christian Hirsig (CEO), Reto Aebersold (CTO) und Mathias Ruch und neu den Investoren Gerhard Jansen (Verwaltungsratspräsident), Roland Brack und Oscar R. Steffen.

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High-Tech-Gründer in Deutschland werden immer älter

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Geschrieben am 4. Februar 2010 von Markus in Allgemein

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Deutschlands High-Tech-Gründer werden immer älter. Das hat eine heute veröffentlichte Untersuchung ergeben, die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland erarbeitet wurde.

Während das Durchschnittsalter der High-Tech-Gründer 1995 noch bei 37,2 Jahren lag, ist es bis zum Jahr 2008 bereits auf 40,8 Jahre gestiegen. Aktuell sind weniger als 25 Prozent der Gründer im Hochtechnologiebereich jünger als 32 Jahre. Damit muss das Bild des typischerweise jungen High-Tech-Gründers, der direkt nach dem Studium oder aus der Hochschule heraus gründet, revidiert werden. Die Studie hat zwar ergeben, dass die Gründungsneigung bei Älteren steigt. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass diese Entwicklung den Abwärtstrend bei High-Tech-Gründungen in Deutschland langfristig nicht aufhalten kann. Zwischen 1995 und 2008 ging die Gründungstätigkeit in den High-Tech-Sektoren bereits um 25 Prozent zurück. Sollte sich an den Rahmenbedingungen für Gründer in Deutschland nichts ändern, nimmt die Zahl der Unternehmensgründungen allein aufgrund des demografischen Wandels weiter kontinuierlich ab und wird voraussichtlich bis 2030 um zehn, bis 2050 um 20 Prozent sinken.

Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland, resümiert: “Die Regierung hat die Bedeutung von Start-ups im Hochtechnologiebereich erkannt und im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Es gilt jetzt, zügig konkrete Maßnahmen in Angriff zu nehmen, die das Gründen in Deutschland wieder attraktiver machen. Sonst verliert Deutschland langfristig den Anschluss an die führenden Industrie- und Innovationsnationen: Die rasche Neuauflage des High-Tech-Gründerfonds, das Aufbrechen der Kreditklemme und die Wiederbelebung der Venture Capital-Kultur in Deutschland spielen dabei zentrale Rollen.” Darüber hinaus fordert Berg, junge Technologieunternehmen in den ersten zehn Jahren von Steuern und Sozialabgaben zu befreien sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung zu fördern.

Deutsche High-Tech-Gründer haben viele Gemeinsamkeiten

Im Fokus der aktuellen ZEW-Untersuchung standen die Charakteristika von High-Tech-Gründern in verschiedenen Altersgruppen sowie die Rückschlüsse, die sich daraus für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für innovative Unternehmensgründungen ziehen lassen. Das überraschende Ergebnis: Die Gründer haben altersübergreifend viele Gemeinsamkeiten, u.a. hinsichtlich ihrer Gründungsmotivation, ihrer Forschungstätigkeit, dem Innovationsgrad ihrer Produkte und der hauptsächlichen Finanzierungsquellen. Unterschiede ergeben sich beispielsweise bei den präferierten Sektoren: Während junge Gründer häufiger Software- und IT-Start-ups gründen, finden sich ältere Gründer eher in der forschungsintensiven Industrie. Ältere Gründer verfügen in der Regel auch über mehr Eigenkapital und wählen Rechtsformen mit beschränkter Haftung wie die GmbH; junge Gründer bevorzugen dagegen kostengünstiger zu gründende Rechtsformen und setzen auf flexible Beschäftigungsmodelle. Dr. Georg Licht, Leiter der Studie beim ZEW, erläutert: “Aufgrund der Untersuchungsergebnisse kommen wir zu dem Ergebnis, dass Programme, die vorrangig altersbezogen fördern, nicht zielführend sind. Die Differenzen zwischen den Alterskohorten sind dafür nicht signifikant genug. Stattdessen sollten die Rahmenbedingungen für High-Tech-Gründer in Deutschland insgesamt verbessert werden, um das Gründer-Potenzial, das wir bei Älteren, Frauen und Akademikern noch haben, auszuschöpfen.” So ergab eine Untersuchung des ZEW von 2008, dass nur jedes zwölfte High-Tech-Start-up von Frauen gegründet wird.

Microsoft fördert innovative High-Tech-Gründerunternehmen

Microsoft unterstützt im Rahmen seiner Gründerinitiative “unternimm was.” bereits seit fünf Jahren ausgewählte junge Unternehmen aus der High-Tech-Branche individuell mit Technologie- und Vertriebs-Know-how sowie Zugang zu Kunden- und Partnernetzwerken. Das globale Microsoft Start-up Programm “BizSpark One” verschafft innovativen Gründerunternehmen zusätzlich einen direkten Kontakt ins Microsoft-Hauptquartier in Redmond und unterstützt diese beim Eintritt in den globalen Markt. Mit dem globalen Programm BizSpark stellt Microsoft Gründerunternehmen zudem kostengünstig Entwicklungswerkzeuge und Plattformtechnologien sowie technischen Support zur Verfügung.

Datenbasis der ZEW-Studie “High-Tech-Gründungen in Deutschland – der Mythos des jungen High-Tech-Gründers”

Im Rahmen der ZEW-Studie wurde die Altersstruktur von Gründerinnen und Gründern in Deutschland auf Basis des Mannheimer Unternehmenspanels sowie Unternehmenscharakteristika nach Altersgruppen der Gründerpersonen auf Basis des KfW/ZEW-Gründungspanels ausgewertet. Zusätzlich wurden detaillierte Fallstudien zweier Unternehmen erstellt.

Die komplette Studie ist im Internet verfügbar unter Download der Studie als PDF-Datei

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