StartUps, die auf Geldsuche sind, sollten vor der Aufnahme von Gesprächen, potenzielle Geldgeber genau untersuchen. Dafür muss man sich Zeit nehmen, denn erst in den Tiefen des Internets erfährt man, wer sich da gemeldet hat.
Ein Beispiel: Diese Woche erreichte uns ein Brief einer Firma Success through Experience Ltd., in der man eine stille Beteiligung anbot. Der Brief war professionell geschrieben und enthielt einen Vertragsentwurf. So wirkte er durchaus seriös. Der Kollege, der den Brief erhielt, war natürlich erfreut und wollte sich gleich mit dem Unterzeichner Peter Hochschild treffen. Als ich ihn fragte, ob er denn schon recherchiert habe, was das für eine Gesellschaft sei, sagte er, dass im Internet nichts zu finden sei. Es seien halt vermögende Senioren, die Kapital anlegen wollten.
Ich habe daraufhin nochmal die Suchmaschinen bemüht und sehr deutliche Hinweise gefunden, dass man von dieser Firma besser die Hände lassen sollte. Hier mal zwei Beispiele für die Suchergebnisse:
Fall Hochschild auf ermittlungsakte.de
GoMoPa – Kennt jemand Peter Hochschild?
Ich kann allen, die eine Finanzierung brauchen, nur dringend raten, sich vorher genau über die vorgeblichen Investoren und Kapitalgeber zu informieren. Die Stunde, die man vielleicht daran sitzt, ist sehr sehr gut investierte Zeit, denn sie spart einem einen deutlich höheren Zeitaufwand und vielleicht sogar die größte Enttäuschung seines Lebens.
Oft genug passiert es, dass die vorgeblichen Investoren dann für dieses und jenes Geld verlangen und sich dann nach Erhalt dieser Zahlungen nicht mehr melden.
Bei der Suche sollte man zunächst nach der Gesellschaft suchen, dann noch einmal nach allen Namen, die im Zusammenhang mit der Gesellschaft genannt werden. Natürlich versuchen die so genannten “Kapitalgeber” kritische Berichte aus dem Internet entfernen zu lassen, deshalb ist es wichtig, sich nicht durch zahlreiche Adresseinträge der besagten Firma blenden zu lassen. So einfach, wie in dem Beispiel mit Success through Experience ist es leider nicht immer. Teilweise macht es sicher auch Sinn, mal in die Handelsregister zu sehen, ob die Firma dort eingetragen ist.
So erhält man Hinweise, ob es sich lohnt, für dieses Angebot Zeit aufzuwenden.
Gestern konnte wieder einer der Angeschriebenen dank unserer Information davor bewahrt werden, Zeit und Geld für so ein Investorenangebot zu investieren.