Von einem befreundeten Anwalt aus USA erreichte uns heute folgende Geschichte: Investoren meldeten sich bei einem Unternehmen und wollten einen deutlich siebenstelligen Betrag investieren. Man bat nach Vorgesprächen um die üblichen Unterlagen (Geschäftsplan, Planzahlen, Bilanzen, GuV usw.) und als man diese erhalten hatte, forderten die “Investoren”, dass zur finalen Entscheidung über das Investment die Unterlagen von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft und testiert werden müssten. Die Prüfung sollte bei einer Gesellschaft in Großbritannien stattfinden. Für die Prüfung gab es eine Rechnung über 20.000 Euro und als diese bezahlt worden war, meldeten sich die “Investoren” nicht mehr und waren auch nicht mehr erreichbar.
Es gibt Anzeichen, dass hier die Nigeria-Connection unterwegs war und höchst professionell vorgegangen ist, so dass das Opfer keinen Verdacht schöpfen konnte. In den nächsten Tagen sollen wir Details zu diesem Vorgehen erhalten und werden unsere Leser informieren, wie der Betrug aufgebaut wurde.
Nachdem sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass die “vergessenen” Millionenbeträge, die riesigen Erbschaften und und und nur dazu dienen, von den gierigen Opfern Vorkosten zur Transaktion des Vermögens und ihrer Prozente zu verlangen, geht die Nigeria-Connection nun offenbar neue Wege, die gut in die Zeit passen. Wenn hunderttausende Unternehmen frisches Geld brauchen, eröffnet sich für diesen Betrug eine riesige Zielgruppe.


