Neue Masche: Nigeria-Connection jetzt als Investoren unterwegs

Markus Burgdorf | 24. Dezember 2008 - 12:36

Von einem befreundeten Anwalt aus USA erreichte uns heute folgende Geschichte: Investoren meldeten sich bei einem Unternehmen und wollten einen deutlich siebenstelligen Betrag investieren. Man bat nach Vorgesprächen um die üblichen Unterlagen (Geschäftsplan, Planzahlen, Bilanzen, GuV usw.) und als man diese erhalten hatte, forderten die “Investoren”, dass zur finalen Entscheidung über das Investment die Unterlagen von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft und testiert werden müssten. Die Prüfung sollte bei einer Gesellschaft in Großbritannien stattfinden. Für die Prüfung gab es eine Rechnung über 20.000 Euro und als diese bezahlt worden war, meldeten sich die “Investoren” nicht mehr und waren auch nicht mehr erreichbar.

Es gibt Anzeichen, dass hier die Nigeria-Connection unterwegs war und höchst professionell vorgegangen ist, so dass das Opfer keinen Verdacht schöpfen konnte. In den nächsten Tagen sollen wir Details zu diesem Vorgehen erhalten und werden unsere Leser informieren, wie der Betrug aufgebaut wurde.

Nachdem sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass die “vergessenen” Millionenbeträge, die riesigen Erbschaften und und und nur dazu dienen, von den gierigen Opfern Vorkosten zur Transaktion des Vermögens und ihrer Prozente zu verlangen, geht die Nigeria-Connection nun offenbar neue Wege, die gut in die Zeit passen. Wenn hunderttausende Unternehmen frisches Geld brauchen, eröffnet sich für diesen Betrug eine riesige Zielgruppe.

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Venture Capital Geber sagen schwieriges 2009 voraus

Markus Burgdorf | 22. Dezember 2008 - 03:40

Eine Umfrage der NVCA unter Mitgliedern sieht Herausforderungen für das kommende Jahr

Die amerikanischen VC-Firmen erwarten ein schwieriges Jahr für die amerikanische Wirtschaft, die Kapitalmärkte und die VC-Szene, weil die globale Finanzkrise auch auf die Gründer durchschlaägt. Nach den Ergebnissen der dritten Umfrage der National Venture Capital Association (NVCA) wird im kommenden Jahr in den meisten Branchen weniger investiert und der Exit-Markt weiterhin schwach sein. Allerdings rechnen die meisten VCs mit einer Erholung  in 2010, wenn der IPO-Markt wieder eröffnet und die VCs und Firmen, die die Sturm getrotzt haben, gestärkt aus der Krise hervorgehen.

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Studienbuchvermietung kassiert 25 Mio. US$

Markus Burgdorf | 20. Dezember 2008 - 16:04
Chegg.com Startseite

Chegg.com Startseite

Bücher, die man fürs Studium braucht, kosten Geld, viel Geld sogar. Chegg.com ist ein Marktplatz, auf dem man für jeweils ein Semester die Bücher leihen kann, die man sonst für das Studium kaufen müsste. Dadurch spart man gegenüber dem Kauf über 50%. Charmante Idee mit Potenzial -  fanden zumindest Kleiner Perkins und Foundation Capital mit Absicherung durch Gabriel Venture Partners und Primera Capital und beteiligten sich an dem Unternehmen mit insgesamt 25 Mio. US$. Insbesondere das virale Potenzial an den Universitäten, wo durch Mundpropaganda das Marketing für Chegg.com von den bestehenden Kunden unterstützt wird, hat die VC-Geber überzeugt.

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Erinnerungsdienst für Konzerte SongCick.com erhält 3,5 Millionen Dollar

Markus Burgdorf | 19. Dezember 2008 - 15:07
Songkick erhält Kapital

Webseite SongKick

Der englische Konzert-Erinnerungsdienst SongCick.com hat sich 3,5 Mio. US$ von Index Ventures gesichert. Vorher waren bereits 1,1 Mio. US$ durch Business-Angels geflossen. SongCick erinnert Fans, wenn ihre bevorzugten Bands in der Stadt spielen.Ob ein solches Angebot in Deutschland finanziert werden würde lassen wir mal dahingestellt. Sicher ist, dass SongCick mit ShowClix and Herewhere bereits Wettbewerber hat und auch LastFM diese Dienstleistung anbietet. Das Geld verdient man offenbar durch Verlinkung zum Kartenverkauf, die Verbreitung soll über Plug-Ins erreicht werden.

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Tipp: Vorher recherchieren

Markus Burgdorf | 10. Dezember 2008 - 17:14

StartUps, die auf Geldsuche sind, sollten vor der Aufnahme von Gesprächen, potenzielle Geldgeber genau untersuchen. Dafür muss man sich Zeit nehmen, denn erst in den Tiefen des Internets erfährt man, wer sich da gemeldet hat.

Ein Beispiel: Diese Woche erreichte uns ein Brief einer Firma Success through Experience Ltd., in der man eine stille Beteiligung anbot. Der Brief war professionell geschrieben und enthielt einen Vertragsentwurf. So wirkte er durchaus seriös.  Der Kollege, der den Brief erhielt, war natürlich erfreut und wollte sich gleich mit dem Unterzeichner Peter Hochschild treffen. Als ich ihn fragte, ob er denn schon recherchiert habe, was das für eine Gesellschaft sei, sagte er, dass im Internet nichts zu finden sei. Es seien halt vermögende Senioren, die Kapital anlegen wollten.

Ich habe daraufhin nochmal die Suchmaschinen bemüht und sehr deutliche Hinweise gefunden, dass man von dieser Firma besser die Hände lassen sollte.  Hier mal zwei Beispiele für die Suchergebnisse:

Fall Hochschild auf ermittlungsakte.de
GoMoPa – Kennt jemand Peter Hochschild?

Ich kann allen, die eine Finanzierung brauchen, nur dringend raten, sich vorher genau über die vorgeblichen Investoren und Kapitalgeber zu informieren. Die Stunde, die man vielleicht daran sitzt, ist sehr sehr gut investierte Zeit, denn sie spart einem einen deutlich höheren Zeitaufwand und vielleicht sogar die größte Enttäuschung seines Lebens.

Oft genug passiert es, dass die vorgeblichen Investoren dann für dieses und jenes Geld verlangen und sich dann nach Erhalt dieser Zahlungen nicht mehr melden.

Bei der Suche sollte man zunächst nach der Gesellschaft suchen, dann noch einmal nach allen Namen, die im Zusammenhang mit der Gesellschaft genannt werden. Natürlich versuchen die so genannten “Kapitalgeber” kritische Berichte aus dem Internet entfernen zu lassen, deshalb ist es wichtig, sich nicht durch zahlreiche Adresseinträge der besagten Firma blenden zu lassen. So einfach, wie in dem Beispiel mit Success through Experience ist es leider nicht immer. Teilweise macht es sicher auch Sinn, mal in die Handelsregister zu sehen, ob die Firma dort eingetragen ist.

So erhält man Hinweise, ob es sich lohnt, für dieses Angebot Zeit aufzuwenden.

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